Berufsverband für Pneumologie, Allergologie,
Schlaf- und Beatmungsmedizin Nordrhein e.V.

Jahrestagung des BdP Nordrhein

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie zu unserer Jahrestagung 2019 am 16.11.2019 von 9-16 Uhr in das Malteser Krankenhaus St. Hildegardis Köln herzlich ein.
Nach Essen 2018 gehts dieses Jahr mit unserer Tagung nach Köln. Unser Vorstandsmitglied Dr. Alexander Prickartz lädt zum Heimspiel. Wir konnten Ihn und das Malteser Krankenhaus Köln als Kooperationspartner für unsere Landesverbandstagung gewinnen.
Tipps und Trick für den pneumologischen Alltag. Sie können sich auf eine Mischung aus medizinischer Fortbildung und aktueller Berufspolitik freuen. Treffen Sie Kollegen, um Erfahrungen und Informationen direkt auszutauschen.

Wir freuen uns, Sie in Köln begrüßen zu können und bitten um Anmeldung.

Herzliche Grüße

Sebastian Böing                    Wolfgang Wende

Zum Flyer mit folgendem Link


Ehemaliger Vorsitzender des Pneumologenverbandes in Nordrhein bezieht Position zur Feinstaubdiskussion

Die Mehrheit der Lungenärzte in Nordrhein setzt sich, unabhängig von einer Grenzwertdiskussion für Stickoxide, grundsätzlich für das Grundrecht auf unbelastete Luft für jeden ein und das nicht nur im Straßenverkehr sondern überall. Wir treten Kraft unserer Expertise einer verkürzten Darstellung das Lungenärzte Dieselgase als unbedenklich einstufen entschieden entgegen.


Hintergrund:

In den letzten Monaten hat die Diskussion um Luftschadstoffe durch die gerichtlich verfügten Fahrverbote in Innenstädten Auftrieb bekommen. Die Verengung der Debatte auf Stickoxide und Dieselfahrzeuge, administrative Eingriffe und wissenschaftstheoretisch fokussierte Beiträge einzelner Ärzte lokal und national haben zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung und irrtümlicherweise zur Relativierung der Luftschadstoffbelastung in der Öffentlichkeit geführt.

Stickoxide sind Marker für schlechte Luft. Sie sind Indikatoren für Belastungen der Atemluft durch den motorisierten Individualverkehr, sie stehen stellvertretend auch für die übrigen, oft wesentlich gefährlicheren Schadstoffe, wie z.B. den Feinstaub, aber auch als Vorläufersubstanz für Ozon. 

Die Kritik an einem einzelnen Grenzwert verfehlt das Thema, insbesondere der Vergleich mit Alltagsbelastungen, wie z.B. Adventskerzen macht eine ernsthafte Diskussion über gesundheitliche Auswirkungen von Luftver-schmutzung schwierig.


Grenzwerte sind politische Kompromisse, sie sollen Risikogruppen, wie Kranke, Kinder und Schwangere schützen, sie müssen einen ausreichenden Abstand zu den Wirkschwellen haben und sollen gesundheitliche Gefahren auch bei lebenslanger Belastung vermeiden. Damit gehen Grenzwerte weit über die die banale Betrachtung von Dosis-Wirkungsbeziehung hinaus. 

Eine Bagatellisierung der Auswirkungen von Luftschad-stoffen gefährdet die Bemühungen, Risiken und Gefahren von Luftverschmutzung zu minimieren!

In Deutschland liegt die Krankheitslast durch Luftverschmutzung an zehnter Stelle der Risikofaktoren und ist damit auch hierzulande der wichtigste umweltbezogene Risikofaktor“, so die deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in der kürzlich erschienenen Monographie „Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit.“ (1)

Für uns Pneumologen in NRW, die wir täglich Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen, Bronchitis und Lungenkrebs behandeln, ist es selbstverständlich, dass die Luftbelastung so weit als möglich herabgesetzt wird. 

Die Frage inwieweit eine Reduktion technisch möglich, sinnvoll oder machbar ist, ist keine Frage der medizinischen Wissenschaft, sondern der Politik und Industrie, die verschiedene Interessen gegeneinander abwägen muss. 

Wie hat es Ulrich Schnabel so schön in der "Zeit" formuliert: "Die Stickoxid-Debatte dürfte in die Lehrbücher eingehen - als Beispiel dafür, was bei einem öffentlichen Streit aus Sicht der Wissenschaft alles schieflaufen kann.

Die Debatte zeigt, wie ein pensionierter Arzt eine ganze Forschungsdisziplin in die Defensive drängen und die deutsche Luftreinhaltepolitik ins Wanken bringen kann."

Um die Auswirkungen von Luftverunreinigungen und anderen Umwelteinflüssen wissenschaftlich zu durchdringen, reicht klinische Erfahrung alleine nicht aus. Bei der Analyse solcher komplexer Zusammenhänge kommt es auf die gemeinsame Arbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen an.

Bei meiner Literaturrecherche als Lungenarzt und Umweltmediziner bin ich auf eine zutreffende Literaturquelle über den augenblicklichen Stand des wissenschaftlichen Irrtums gestoßen.

„Die Menschen sind so einfältig und hängen so sehr vom Eindruck des Augenblicks ab, dass einer, der sie täuschen will, stets jemanden findet, der sich täuschen lässt.“ Machiavelli (2)

In wie weit Verantwortung gegenüber der Natur und Umwelt justiziabel ist, hängt von der aktuell gültigen Gesetzgebung ab, wobei keineswegs alle „Verantwortungssituationen“ abdeckt werden, denn letztlich ist der Mensch für sein eigenes Ethikkonzept verantwortlich und sollte sich der Konsequenz seines Handels bewusst werden.

 

Dr. med. Rainer Schädlich

 

Ehrenvorsitzender
Ehemaliger 1. Vorsitzender des BDP Nordrhein - 2012 bis Dezember 2018
Facharzt für Innere Medizin
Pneumologie, Allergologie
Umweltmedizin

 

 

 

Quellen

 

1.    Monographie „Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit

https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/DGP_Luftschadstoffe_Positionspapier_20181127.pdf

2.    Quelle: Machiavelli, Der Fürst (Il Principe), 1513 verfasst; päpstliche Druckgenehmigung 1532 postum.

Weitere aufschlussreiche Quellen finden Sie auf der Seite des Umweltbundesamtes

Stickstoffdioxid: Gesundheitliche Bedeutung von Grenzwerten

 https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe-im-ueberblick/stickstoffoxide/stickstoffdioxid-gesundheitliche-bedeutung-von

 

Luftschadstoffe: Hintergrund zur derzeitigen Grenzwertdiskussion

 https://www.umweltbundesamt.de/themen/luftschadstoffe-hintergrund-zur-derzeitigen


Jahrestagung am 01.12.2018 in Essen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie zu unserer Jahrestagung 2018 am 01.12.2018 von 9-16 Uhr im Lehr- und Lernzentrum der Universitätsklinik Essen herzlich ein.

Dieses Jahr also in Essen. Nach zwei Tagungen auf Schloß Dyck haben wir aus verschiedenen Gründen einen Relaunch unserer Veranstaltung gewagt. Die Ruhrlandklinik - Universitätsmedizin Essen konnte als Kooperationspartner gewonnen werden. Die Wissenschaftliche Programmgestaltung erfolgte gemeinsam.

Sie erwartet eine spannende Mischung aus medizinischer Fortbildung und aktueller Berufspolitik. Treffen Sie Kollegen, um Erfahrungen und Informationen, aber auch Freuden und Sorgen direkt auszutauschen.
Das Vormittagsprogramm greift pneumologische Themen unseres Praxis - und    Klinikalltags auf. Kontroversen wollen und sollen diskutiert werden.
Aktuelle berufspolitische Themen bilden den zweiten Schwerpunkt des Tages.

Der neue Bundesvorsitzende des Pneumologenverbandes, Dr. Frank Heimann, hat sein Kommen zugesagt. Was kann der BdP für uns tun?

Abschließend findet die Mitgliederversammlung statt

Wir freuen uns, Sie in Essen begrüßen zu können.

Herzliche Grüße


Dr. Rainer Schädlich   Wolfgang Wende   Prof. Christian Taube


Das Helmholtz Zentrum hat ein Positionspapier zum Thema "Die Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit" veröffentlicht.

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